Juneau
Liebe

Es gibt eine Zeit in meinem Leben, die würde ich am Liebsten streichen. Alles hat circa vor einem Jahr angefangen, als ich mit meinem damals besten Freund eine Rumhau - Beziehung angefangen habe. Ich hatte das Gefühl als wären wir Seelenverwandte, wir hatten viele unbeschreibliche Momente, die man als Magic Moments bezeichnet. Wir standen uns extrem Nahe, er wusste alles von mir und anfangs lief auch alles gut, doch irgendwann wollte ich mehr. Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben, weil ich einerseits mehr als Freundschaft empfand, andererseits aber nicht in in verliebt war. Ich bedrängte ihn zu sehr und wurde emotional abhängig von ihm. Als das zu heftig wurde, lies er mich fallen. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich fing an mich selbst zu hassen und fiel in ein Loch. Ich war alleine. 4 Monate lang war mein Alltag weinen und kämpfen, jeden beschissenen Tag. Ich war emotional verkrüppelt, bis ich meinen Exfreund Philipp kennen lernte. Er war von Anfang an da, ihm konnte ich alles erzählen, er verstand mich und war immer für mich da. Sogar die Sache mit meinem Besten Freund, von der bis jetzt nur eine Hand voll Personen wussten, vertraute ich ihm an. Bei ihm konnte ich so sein wie ich war, er hat mich von meiner ewigen Trauer befreit. Er verliebte sich in mich, ich brauchte noch Zeit er gab sie mir, ich verliebte mich auch in ihn, wir kamen zusammen. Ich war seit Monaten endlich wieder richtig glücklich, konnte wieder richtig lachen. Er heilte mich, war mein Retter. Dann fing er auf einmal an zu zweifeln, grundlos. Wir machten eine Pause. Ich zitterte mehrere Tage, weinte viel. Dann die Erlösung: Er entschuldigte sich, weil er gemerkt hatte, dass er nicht ohne mich konnte und alles war wieder in Ordnung. Das Funkeln in seinen Augen war wieder zurück. Ich dachte jetzt wird alles gut, wurde aber heftig enttäuscht als er 4 Tage später am Telefon endgültig Schluss machte. Wieder brach meine kleine, heile Welt zusammen und das Gefühl nicht zu genügen breitete sich in mir aus. Ich fühlte mich wie der letzte Abschaum. Den restlichen Abend und die Nacht weinte ich. Ich konnte es noch gar nicht richtig begreifen. 2 Tage später bat ich ihn nochmal um eine Aussprache, er willigte ein. Wir redeten, ich weinte, schüttete ihm mein Herz aus und er war eiskalt. Wieder zerbrach ein Teil von mir. Ich versuchte mich von ihm zu entfernen, doch es klappte nicht. Wir verstanden uns noch gut, umarmten uns noch. In den Ferien schrieb er, dass er mich vermisst, ich erwiderte es, er meinte es nur freundschaftlich. Als ich betrunken war rief ich ihn an, wir wollten uns treffen, er meldete sich nicht mehr. Er fing an nicht zu den Tanzstunden zu kommen, ohne mir bescheid zu sagen. Jetzt beachten wir uns nicht mehr. Kein Blick mehr, gar nichts mehr. Wir ignorieren uns. Es ist so, als hätte unsere gemeinsame Zeit nie existiert. In meiner Traumwelt lebt das "Wir" noch. Ich schließe die Augen, bin für einen Moment unsterblich. Ich liebe ihn immer noch. Ende.
2.4.13 21:57
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Design & Bild
Gratis bloggen bei
myblog.de